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Wie richte ich Google Workspace für Phishing-Simulationen ein?

Eine Anleitung für Ihre IT-Administration – in etwa 15 Minuten erledigt.

In Google Workspace gibt es zwei mögliche Wege. Welcher der richtige ist, hängt davon ab, ob Ihre E-Mails direkt bei Gmail ankommen oder vorher durch einen anderen Filter laufen. Sie brauchen nur einen der beiden Wege.

ℹ️ Das brauchen Sie: Administratorzugang zur Google Admin-Konsole unter admin.google.com. Rechnen Sie damit, dass Änderungen bis zu 24 Stunden brauchen können, bis sie überall greifen – meist geht es deutlich schneller.

Welcher Weg ist der richtige für mich?

Ihre Situation Ihr Weg
Gmail empfängt Ihre E-Mails direkt Weg A – Freigabe über die IP-Adressen
Ein Filter wie Mimecast, Proofpoint oder Barracuda prüft die E-Mails vor Gmail Freigabe in diesem Filter, danach Weg B – Freigabe über den E-Mail-Header in Gmail

Weg A, Teil 1 – IP-Adressen freigeben

  1. Melden Sie sich unter admin.google.com an und öffnen Sie Apps.
  2. Gehen Sie zu Google Workspace → Gmail.
  3. Scrollen Sie nach unten zu Spam, Phishing and Malware.
  4. Öffnen Sie Email allowlist und tragen Sie beide Adressen ein: 52.56.150.127 und 35.177.22.237
  5. Speichern Sie mit Save.

Weg A, Teil 2 – Warnbanner verhindern

Der erste Teil sorgt dafür, dass die E-Mails nicht im Spam landen. Damit Gmail zusätzlich kein rotes oder gelbes Warnbanner über die Nachricht legt, ist ein zweiter Eintrag nötig.

  1. Suchen Sie unter Spam, Phishing and Malware den Punkt Inbound gateway und wählen Sie Enable bzw. Configure.
  2. Tragen Sie dieselben IP-Adressen ein: 52.56.150.127 und 35.177.22.237
  3. Fragt Google nach einem Nachrichten-Header (Regexp), tragen Sie eine zufällige Zeichenfolge ein, die in einer normalen E-Mail niemals vorkommt – zum Beispiel jffghkxpfmvhghekwpdsiryutyfm. Dadurch greift die Regel wirklich nur dort, wo sie soll.
  4. Speichern Sie mit Save.

⚠️ Diese Einstellung wirkt weit. Das Inbound Gateway beeinflusst, wie Gmail die Herkunft aller eingehenden E-Mails bewertet. Gehen Sie hier genau nach Anleitung vor und testen Sie anschließend. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie uns vorher an – wir schauen gemeinsam darauf.

Weg B – Freigabe über den E-Mail-Header

Diesen Weg nutzen Sie nur, wenn ein zusätzlicher Filter vor Gmail sitzt. Die Freigabe der IP-Adressen nehmen Sie dann direkt in diesem Filter vor.

  1. Melden Sie sich unter admin.google.com an und öffnen Sie Apps → Google Workspace → Gmail.
  2. Scrollen Sie nach unten zu Compliance.
  3. Öffnen Sie Content compliance und wählen Sie Configure bzw. Add another rule.
  4. Legen Sie eine Regel an, die Nachrichten mit dem Header X-PhishingTackle erkennt.
  5. Stellen Sie die Regel so ein, dass diese Nachrichten nicht als Spam eingestuft werden, und speichern Sie mit Save.

Nur bei Bedarf: SPF-Eintrag ergänzen

Diesen Schritt brauchen Sie nur, wenn Simulationen Ihre eigene Domain als Absender verwenden:

v=spf1 include:_spf.google.com include:_spf.tacklephishing.com ~all

Wie teste ich die Einrichtung?

Senden Sie eine kleine Testkampagne an ein oder zwei Postfächer. Die Nachricht sollte im Posteingang landen – nicht im Spam-Ordner – und ohne rotes oder gelbes Warnbanner angezeigt werden.