Was erleben meine Mitarbeitenden bei einer Phishing-Simulation?
Der komplette Ablauf aus Sicht Ihres Teams – als Grundlage für Ihre interne Ankündigung und das Briefing Ihres Helpdesks.
Wenn Sie genau wissen, was bei Ihren Mitarbeitenden ankommt, können Sie Fragen souverän beantworten – vom Helpdesk bis zum Betriebsrat. Dieser Artikel geht den Ablauf Schritt für Schritt durch.
Wie sieht die simulierte E-Mail aus?
Sie kommt im ganz normalen Posteingang an und basiert auf einem unserer Szenarien: eine Versandbenachrichtigung, eine interne Anfrage, der Hinweis auf ein ablaufendes Passwort und Ähnliches. Die E-Mails sind bewusst glaubwürdig gestaltet, aber nicht unfair. Vorab weiß niemand, welche Nachricht eine Simulation ist.
Was passiert, wenn jemand nicht klickt?
Nichts. Es folgt keine Erinnerung, keine Nachfass-Mail und kein Hinweis. Wer die E-Mail löscht oder ignoriert, muss nichts weiter tun – das ist genau das gewünschte Verhalten.
Was passiert nach einem Klick?
Der Link führt auf eine Landingpage, die das Szenario aufklärt. Je nach Szenario finden Mitarbeitende dort:
- den Hinweis, dass es sich um eine Simulation des eigenen Unternehmens handelte,
- ein kurzes Video,
- eine Erklärung der Warnsignale in genau dieser E-Mail,
- und Ihre persönliche Nachricht, die Sie unter Einstellungen → Landingpage hinterlegen.
Die Seite verlangt keine Anmeldung und installiert nichts. Danach kann die Person die Seite einfach schließen und weiterarbeiten.
ℹ️ Es wird niemand automatisch in einen Kurs eingebucht. Ein Klick löst keine Schulungszuweisung aus. Wenn Sie im Anschluss schulen möchten, weisen Sie den passenden Kurs in reteach zu.
Was, wenn jemand die E-Mail meldet?
Meldungen laufen wie gewohnt bei Ihrem Helpdesk oder Ihrem Sicherheitspostfach auf – der Phishing Simulator bekommt davon nichts mit und zählt sie auch nicht mit. Eine Meldeschaltfläche oder ein Outlook-Add-in gibt es nicht.
💡 Informieren Sie Ihren Helpdesk vor jeder Kampagne. Eine gemeldete Simulation ist das bestmögliche Ergebnis – entsprechend sollte die Antwort ausfallen. Wenn Ihr Helpdesk weiß, dass gerade eine Kampagne läuft, kann er das Verhalten bestärken, statt es abzutun.
Wie kündige ich das Programm intern an?
Diese fünf Punkte haben sich bewährt:
- Kündigen Sie vor der ersten Kampagne an, dass künftig Simulationen kommen – ohne Termine oder Szenarien zu nennen. Erklären Sie das Ziel: gemeinsam widerstandsfähiger werden.
- Sagen Sie klar, was mit den Ergebnissen passiert. Wenn Sie aggregiert auswerten, sagen Sie es ausdrücklich – das nimmt die häufigste Sorge.
- Briefen Sie Ihren Helpdesk und geben Sie ihm eine schnelle Möglichkeit zu bestätigen, dass eine gemeldete E-Mail eine Simulation war.
- Sagen Sie, wo verdächtige E-Mails gemeldet werden sollen, und verlinken Sie diesen Weg auch auf Ihrer Landingpage.
- Stellen Sie niemanden bloß. Dass ein Teil der Belegschaft klickt, ist völlig normal und Teil des Lerneffekts. Die Bewertungen verbessern sich mit dem Verhalten von selbst.